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Zuviel Mama? Nur noch Streß

Eine Mutter rief an und berichtete: „Mein 10-jähriger Sohn macht ständig Schwierigkeiten und ist schlecht in der Schule. Egal was ich versuche, nichts macht es besser. Die Lehrer sagen, er bekomme zu wenig Aufmerksamkeit. Nachhilfe bringt nichts. Ich habe ständig ein schlechtes Gewissen, mehr Zeit kann ich ihm nicht geben, sonst müsste ich meinen Job kündigen.“
Die kosmische Antwort lautet: „Ihr Sohn rebelliert, weil er sich erdrückt fühlt. Sie verbringen zu viel Zeit mit ihm. Er hat das Gefühl, es keinem recht machen zu können, da er stets verbessert wird und sich kritisiert fühlt.“
Lösung: „Beschränken Sie die ,Mama-Zeit‘ auf eindreiviertel Stunden täglich, in denen Sie etwas gemeinsam tun (kochen, fernsehen, Auto waschen etc.). Für die Hausaufgaben ist er ab jetzt selbst verantwortlich. Für die Schule bekommt er keine Hilfe mehr. Wenn er weiter Nachhilfe haben möchte, muss er sich mit 10 Euro seines Taschengeldes an den Kosten dafür beteiligen.“
Dieses Experiment sollte für acht Wochen erprobt werden.
Nach drei Wochen rief die Mutter an und sagte, sie erkenne ihren Sohn nicht wieder, alles Aggressive sei weitgehend verschwunden. Zwar haben sich seine Leistungen in der Schule verschlechtert, aber er sei jetzt aufmerksam im Unterricht dabei und störe nicht. Sie warte weiter ab.
Nach zehn Wochen habe ich den Fall zu den Akten gelegt. Die Mutter konnte ihr schlechtes Gewissen vergessen, die Familie ist jetzt entspannt und braucht zu diesem Thema keine Hilfe mehr.
Fazit: Nicht immer ist mehr auch besser. Gerade Kinder und Teens wünschen sich Verantwortung, auch wenn manches schief geht. Doch wie sollen sie die Dinge lernen, wenn ständig jemand die Verantwortung übernimmt und ihnen damit indirekt sagt „Du bist falsch, du kannst es nicht, nur ich kann dich retten.“